5 Fragen an Jona Hölderle (some.io)

Jona Hölderle, some.ioZur Zeit testen wir gerade das Berliner Engagement-Tool some.io (Testbericht ist mittlerweile unter Redaktionsplanung für den kleinen Geldbeutel: some.io erschienen). Begleitend zum Test haben wir Jona Hölderle 5 Fragen gestellt.

Jona Hölderle ist Community Manager und Gründer von some.io und pluragraph.de. Als Selbstständiger beschäftigt er sich schwerpunktmäßig mit den Möglichkeiten, die das Internet für gemeinnützige Organisationen und Institutionen bietet. Aus seiner Erfahrung mit größeren Teams ist das Social-Media-Redaktionssystem some.io entstanden.


Hallo Jona, an wen richtet sich some.io und wer benutzt es bereits?

some.io richtet sich an Teams, die ihre Social-Media-Beiträge strategisch planen wollen. Also an alle, die nicht morgens da sitzen und sich fragen, was sie denn heute wieder auf Facebook oder Twitter posten sollen, sondern das vorher absprechen.

Genutzt wird some.io zur Zeit von Firmen, die interne Freigaberegelungen haben, von Agenturen und Selbstständigen, die gemeinsam mit Kunden die Social-Media-Redaktionsplanung machen, und von gemeinnützigen Organisationen, bei denen größere Teams die Social-Media-Kanäle betreuen.

Seit wann gibt es Euer Tool, wie groß ist das Team dahinter und was sind in Euren Augen die Alleinstellungsmerkmale des Tools?

Das Besondere an some.io ist der Fokus auf Teams, der in den sozialen Netzwerken selber nur unzureichend implementiert ist. So ist es mit some.io möglich, vor der Veröffentlichung intern zu diskutieren, Freigaben zu regeln, nach dem 4-Augen-Prinzip zu arbeiten oder temporäre Zugänge zu vergeben. Weil wir Teams in den Vordergrund stellen, gibt es bei uns auch immer ohne Aufpreis beliebig viele Nutzer pro Team, so dass auch Kollegen einbezogen werden können, die nur von Zeit zu Zeit einen Beitrag verfassen möchten.

Eine kleine Besonderheit, die wir noch bei keinem anderen Tool gesehen haben, sind unsere Vorschläge. Aus RSS-Feeds und Kalendern kann man sich direkt in some.io Vorschläge für den nächsten Beitrag anzeigen lassen. Wir haben z.B. einen Kalender mit über 300 Aktions- und Gedenktagen, die allen Nutzern zur Verfügung stehen.

Zusammen mit meinem Kollegen Niels Richter, der für die Entwicklung verantwortlich zeichnet, habe ich some.io letztes Jahr ins Leben gerufen. Seit April diesen Jahres gibt es uns in einer öffentlichen Version. Wir selber und ein paar Beta-Tester nutzen es schon seit Mitte letzten Jahres.

Die Anforderungen und Möglichkeiten im Bereich “Social Media” ändern sich spätestens monatlich. Aber auch die Anforderungen der Kunden sind sehr vielfältig und ändern sich oft. Wie entwickelt Ihr in diesem Spannungsfeld Euer Tool weiter?

Wir haben uns bewusst entschieden, den Umfang von some.io klein zu halten und uns auf den Bereich der Planung im Team zu konzentrieren. Das ermöglicht es uns, ein im Verhältnis zu den meisten Tools sehr günstiges Produkt anzubieten.

Es macht uns auch relativ unabhängig von den Schnittstellen der einzelnen Social Networks. Hier stoßen wir eher auf Probleme von Seiten der Plattformen, so hat etwa Google+ die Schnittstelle für Postings aus externen Tools leider noch nicht freigegeben.

Im Bereich Engagement gibt es ja sehr unterschiedliche Tool-Ansätze (z.B. Redaktionsplanung, Reaktionstools. Analytics). Ein sehr oft von Kunden geäußerter Wunsch ist der Gedanke, alles unter einem Dach bzw. in einem Tool zu bündeln. Ist das überhaupt mit einem vertretbaren Aufwand machbar und wie sinnvoll ist das in Euren Augen?

Natürlich kommen von Seiten der Nutzer sehr viele Anfragen zu Erweiterungen, die wir auch mit möglichst vielen Nutzern diskutieren. Unsere Aufgabe ist es dann immer zu schauen, ob das für unseren Fokus auf Planung und Teams wichtig ist.

Alles unter einem Dach zu bündeln halten wir für ein Produkt unserer Preisklasse nicht für den richtigen Ansatz. Deshalb empfehlen wir für andere Funktionen gerne auch andere Tools wie z.B. Socialhub.io. Gerade wenn man mehrere Netzwerke einbeziehen will, ist es sinnvoll, sich auf wenige Funktionen zu beschränken. So ließe sich der Planungsbereich auch auf Netzwerke wie Xing und LinkedIn übertragen, während das im Bereich Analyse/Benchmarking schnell unübersichtlich wird.

Letzte Frage: Was tut sich gerade bei some.io bzw. was können wir als nächstes erwarten?

Zur Zeit arbeiten wir vor allem an kleinen Verbesserungen, die sich aus dem Feedback der Nutzer ergeben. Die nächsten großen Schritte sind dann die besseren Auswertungsmöglichkeiten, ein erweiterter Ideenbereich und die Erweiterung auf mehr Netzwerke.

Danke für das Interview, Jona!

Wer sich das Tool schon mal anschauen möchte: Man kann some.io 14 Tage kostenlos testen. Und ab nächster Wochemittlerweile gibt es auch hier im Blog den angekündigten Test.

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