5 Fragen an Bastian Karweg (Echobot Sales)

Bastan Karweg (Echobot Sales)Der Karlsruher Lösungsanbieter Echobot startet gerade ein spannendes Projekt: Mit Echobot Sales wird eine Vertriebsunterstützung eingeführt, die CRM / ERP-Elemente und Social Media Monitoring kombiniert (siehe auch Echobot-Blog) – und das ganze auch noch mit einem B2B-Crowdfunding verbindet. Wir freuen uns, dass uns Bastian Karweg, CEO von Echobot, dazu 5 Fragen beantwortet hat.

Bereits in jungen Jahren gründete Bastian Karweg das redaktionelle Videospiele-Netzwerk PortableGaming, das er später an eine Freenet Tochter verkaufte. Neben einigen weiteren Firmen und Projekten war er unter anderem Mitgründer der PresseBox. Heute baut er als diplomierter Informationswirt mit Echobot bereits sein viertes Unternehmen auf.

Hallo Bastian, Echobot bietet umfangreiche Funktionen – von der Medienbeobachtung für Print und Online bis hin zum Social Media Monitoring. Aktuell arbeitet Ihr an Echobot Sales. Kannst Du uns kurz erklären, was dahinter steckt?

Gerne: Einfach gesagt, hat mich immer gestört, dass wir von den 2,2 Milliarden Artikeln und Inhalten, die wir indexiert haben, nur einen sehr kleinen Teil für die Auswertungen unserer Kunden verwenden. In diesem enormen Datenschatz stecken aber so viel mehr geschäftsrelevante Informationen und Signale, dass wir diese mit Echobot Sales jetzt strukturiert zugänglich machen. Konkret kann man so zum Beispiel das Risiko-Management verbessern, wenn man frühzeitig erfährt, dass es einem Lieferanten nicht gut geht und er Produktionsstätten schließen muss. Zur Vertriebsunterstützung liefern wir aber auch positive „Signale“, z. B. dass ein Kunde eine bestimmte Messe besucht oder die Expansion nach Asien plant.

Ihr kombiniert eine klassische Adressdatenbank mit Daten, die Ihr über Web und Social Media Monitoring generiert. Was ist bei der Suche und Einbindung der Social Media Treffer zu beachten und wie stellt Ihr die Qualität der Beiträge sicher?

Eine unserer wesentlichen Neuentwicklungen ist neben der Analyse der gefundenen Artikel und Beiträge nach Signalen auch deren Zuordnung zu bestimmten Firmen. Dies funktioniert in den meisten Fällen bereits automatisch, z. B. wenn die Firma einen Tweet selbst rausgegeben hat. In unklaren Fällen schaut nochmal eine manuelle Qualitätssicherung drüber. Die Adressdatenbank bekommen wir dabei sozusagen fast frei Haus – denn in vielen Pressemeldungen, Jobanzeigen oder Ausschreibungen steht die aktuelle Firmierung mit drin. Wir reden aber auch gerade mit führenden Anbietern von Adressdatenbanken, um hier noch mehr Firmen ins Monitoring nehmen zu können.

Die Entwicklung von Echobot Sales wollt Ihr über eine Crowdfunding-Kampagne finanzieren. Je mehr Teilnehmer Euch unterstützen, umso mehr Funktionen wird Echobot Sales bieten. Warum macht Ihr das so?

Die größte Herausforderung für ein junges Unternehmen ist es, neue Produkte für den Markt zu entwickeln – und nicht an ihm vorbei. Mit der B2B-Crowdfunding-Aktion wollen wir unsere künftigen Kunden und Ihre Anforderungen schon viel früher kennenlernen. Gerade der Vertrieb ist sehr stark abhängig von der Branche und den Prozessen in einem Unternehmen. Es gibt hier keine “One-Size-fits-All”-Lösung. Auch auf der Datenseite ist es wichtig, kundenspezifisch zu optimieren und solche Firmen als nächstes zu ergänzen, die auch für unsere Kunden spannend sind.

Wie beim Crowdfunding üblich, erhalten die Teilnehmer auch bei Euch ihr Geld zurück, wenn Ihr Euer Finanzierungsziel nicht erreicht. Was heißt das dann für die Entwicklung von Echobot Sales? Können wir trotzdem mit dem Tool rechnen, auch wenn Ihr Euer Crowdfunding-Ziel zunächst verpassen solltet?

Das ist ein anderer Vorteil des Crowdfundings – man bekommt knallhart ins Gesicht gesagt, ob die eigene Idee etwas taugt oder nicht. Sollten wir das Ziel verfehlen, müssen wir in jedem Fall noch einmal über das Produkt und den Weg, wie wir es erklären, nachdenken. Sicher ist jedoch, dass sich der Markt für Monitoring-Tools stark verändern wird – es geht künftig weniger darum, noch drei Clippings mehr zu finden als der Mitbewerber, sondern spezifische Lösungen zu schaffen, die Kunden die Vorteile des Monitorings auch für andere Anwendungsbereiche näher bringen. Wir von Echobot sehen uns als Vorreiter dieser Entwicklung.

Letzte Frage: Was tut sich denn sonst gerade bei Echobot bzw. was können wir als nächstes erwarten?

Zwar ist Echobot Sales schon ein sehr großes Projekt, das gerade sehr viel unserer Ressourcen beansprucht – aber auch unser klassisches Tool wird sich weiter entwickeln. Auf der dmexco in Köln hatten wir interessierten Kunden bereits einen ersten Einblick in „Echobot 2.0“ gegeben – eine neue Lösung, die neben der Optimierung für Mobil-Geräte und einer stärkeren internationalen Ausrichtung auch noch zahlreiche weitere neue Funktionen bietet. Wir werden diese dann im ersten Quartal 2015 vorstellen.

Vielen Dank für das Interview, Bastian!

Weitere Infos gibt es auf der Seite zu Echobot Sales, wo man neben einer umfangreichen “Häufige Fragen”-Sektion auch den aktuellen Sand der Crowdfunding-Kampagne sehen kann.

Ansonsten gibt es auch noch ein Video, das die Idee hinter Echobot Sales vorstellt:

Und nun bleibt nur noch abzuwarten, wie die Kampagne weitergeht und wieviele Unterstützer zusammenkommen werden. Wir sind gespannt und werden berichten 😉

Update 11. Dezember 2014, 11:02 Uhr
Gerade schreibt Echobot drüben im Echobot-Blog:

Unsere Crowdfunding-Kampagne zu unserer neuen Online-Software Echobot Sales ist mit Einnahmen von aktuell über 20.000 Euro ein Erfolg! Deshalb wird Echobot Sales kommen!

Wir gratulieren! Und sind gespannt, ob bis zum Ende der Kampagne am 24.12.2014 noch weitere Stufen erreicht werden.

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