5 Fragen an Michael Blazek (socialBench)

Michael Blazek (COO socialBench)Der nächste Kandidat unserer Engagement-Tooltests ist der Hamburger Anbieter socialBench und kommt ursprünglich eher aus dem Analytics-Bereich, den wir uns übrigens künftig ebenfalls genauer ansehen werden. Wir freuen uns, dass Michael Blazek uns 5 Fragen zu socialBench beantwortet hat.

Michael Blazek kümmert sich als Chief Operating Officer seit 2014 um das Tagesgeschäft bei socialBench. Der Hamburger IT-Dienstleister bietet eine Social Media Marketing Suite für Unternehmen und Agenturen an. Michael ist gebürtiger Marktforscher und setzte socialBench vor seinem Eintritt in das Unternehmen selbst zwei Jahre in einer Kommunikationsagentur für seine Kunden ein.

Hallo Michael, an wen richtet sich socialBench und wer benutzt es bereits?

socialBench ist das ideale Hilfsmittel für jeden, der Social Media-Auftritte von Unternehmen zum Erfolg führen möchte. Das gilt für die frische Google-Präsenz mit unter 1000 Followern genau so wie für die etablierte Facebook-Page mit mehreren Millionen von Fans. Die Analyse-, Planungs- und Reaktionsmodule von socialBench skalieren problemlos mit den Kunden und sind mehrsprachig lokalisiert.
Unsere Kundenstruktur ist dementsprechend sehr heterogen. Vom jungen Startup über den deutschen Mittelständler bis zum international operierenden Großkonzern ist bei unseren gut 400 Kunden alles dabei. Agenturen zählen ebenfalls zu unseren Kunden und optimieren sowohl ihre eigenen Kanäle als auch die ihrer Kunden mit unseren Modulen.

Seit wann gibt es Euer Tool, wie groß ist das Team dahinter und was sind in Euren Augen die Alleinstellungsmerkmale des Tools?

socialBench ist seit Januar 2012 für die Öffentlichkeit verfügbar und wird von einem 30-köpfigen Team an den Standorten Hamburg und München mit Herzblut weiterentwickelt.

Wir sind als reiner Analytics-Anbieter für Facebook gestartet und haben diesen Bereich um eine Vielzahl von Kanälen ausgebaut. Parallel dazu haben wir mit unserem Wallmanager, dem Publisher und einer Integration von Ad Analytics zusätzliche Module eingeführt, die kontinuierlich verbessert werden.

Einer unser USPs ist mit Sicherheit, dass wir viele typische Anwendungsbereiche im Management von Social Media-Kanälen mit unserer Suite abdecken, unseren Kunden aber die Wahl lassen, welche Module sie nutzen. Anders gesagt: Bei uns bezahlt man nur, was man auch wirklich braucht.

Außerdem gehen wir keine Kompromisse ein, wenn es um Support geht: Unser Account Management ist jederzeit auch telefonisch erreichbar und hilft gerne spontan per Screensharing weiter. Oder persönlich – schließlich sind wir ja an mehr als einem Standort vertreten.

Funktional ließen sich noch viele weitere Features auflisten. An dieser Stelle sei nur eines aus dem Bereich der Redaktionsplanung genannt: Wir gehören zu den wenigen Anbietern in Europa, die auch auf Google+ automatisch Beiträge veröffentlichen können.

Die Anforderungen und Möglichkeiten im Bereich “Social Media” ändern sich spätestens monatlich. Aber auch die Anforderungen der Kunden sind sehr vielfältig und ändern sich oft. Wie entwickelt Ihr in diesem Spannungsfeld Euer Tool weiter?

Zunächst einmal sorgt der intensive Kontakt zwischen Account Managements und unseren Kunden dafür, dass wir eine sehr konkrete und quantifizierbare Übersicht darüber haben, wie sich die grundsätzlichen Ansprüche an unser Tool entwickeln.

Darüber hinaus haben wir im Q4 2014 Workshops mit besonders intensiven Nutzern unserer Tools über alle Unternehmensgrößen und -formen hinweg gestartet, in denen wir das Instrumentarium der klassischen Marktforschung anwenden. Menschen zu befragen, wie sie ein bestehendes Produkt verbessern würden, ist nur die halbe Miete. Das gesamte Potenzial zur weiteren Ausgestaltung des Produkts bzw. unseres Tools erschließt sich erst, wenn wir die Nutzer bei der konkreten Anwendung beobachten und so feststellen können, wo der Workflow sich weiter optimieren lässt.

Unser Entwicklungs-Team erhält also durch einen umfangreichen Methoden-Mix ausreichend Input von unseren Kunden, um die Features zu priorisieren, die den meisten Kunden direkt zugute kommen. Natürlich gibt es immer wieder Featurewünsche, die für die meisten Kunden weniger wichtig sind, für den Einzelnen aber über Wohl und Wehe entscheiden. Aus diesem Grund haben wir eine feste Gruppe von Entwicklern abgestellt, die sich ausschließlich mit derartigen Anfragen und kurzfristigen Änderungen der Schnittestellen (APIs) der sozialen Netzwerke beschäftigt und zeitnah Lösungen bereitstellt. Auf Basis einer derartigen Anfrage wurde beispielsweise das russische Netzwerk vKontakte kurzfristig in das Tool integriert – inklusive der Möglichkeit, Beiträge im Voraus zu planen und automatisch zum Wunschzeitpunkt zu veröffentlichen.

Im Bereich Engagement gibt es ja sehr unterschiedliche Tool-Ansätze (z.B. Redaktionsplanung, Reaktionstools. Analytics). Ein sehr oft on Kunden geäußerter Wunsch ist der Gedanke, alles unter einem Dach bzw. in einem Tool zu bündeln. Ist das überhaupt mit einem vertretbaren Aufwand machbar und wie sinnvoll ist das in Euren Augen?

Das ist durchaus machbar, sofern die nötige Manpower vorhanden ist. Ansonsten läuft man als Toolanbieter schnell Gefahr, ein undurchdachtes Mee-too-Produkt zu konstruieren, das alles ein wenig, aber nichts vernünftig beherrscht.

Wir haben bei socialBench ein sehr großes Team von Software-Entwicklern und können daher sowohl Redaktionsplanung, als auch Community Management und Analytics konsequent weiterentwickeln.
Dass wir uns als ursprünglich reiner Analytics-Anbieter überhaupt zu dieser Erweiterung des Angebots entschlossen haben, ist der Entwicklung des Marktes und der Kundenbedürfnisse geschuldet.

Agenturen kennen das: Deren Kunden unterhielten in der Vergangenheit häufig umfangreiche Agentur-Roster, um für jeden einzelnen Bereich einen einzelnen, spezialisierten Anbieter im Portfolio zu haben. Mittlerweile ist Konsolidierung hingegen Trumpf. Gesucht wird nicht mehr eine PR-Agentur in Köln, ein Designbüro in München und dann noch eine Social Media-Agentur in Hamburg. Es erhält derjenige den Zuschlag, der alle gesuchten Bereiche simultan qualitativ hochwertig abbilden kann.

Im Bereich der Social Media-Tools ist das aus Kundensicht nicht anders, hier werden zunehmend Lösungen gefordert, die ebenfalls “Möglichst viel aus einer Hand” liefern. Wer seine Kommunikationsstrategie mit einem Redaktionsplaner umsetzt, möchte natürlich auch eine langfristige Erfolgskontrolle mithilfe von Analytics durchführen. Wenn jetzt noch toolgestütztes Community Management hinzu kommt, sind wir bei schon bei drei unterschiedlichen Lösungen mit drei Logins, mindestens drei verschiedenen Ansprechpartnern im Support, zigfacher Rechnungslegung und so weiter.

Ist dieser Wunsch also aus Kundensicht sinnvoll? Aber sicher.

Letzte Frage: Was tut sich gerade bei socialBench bzw. was können wir als nächstes erwarten?

Unsere alten Räumlichkeiten in Hamburg wurden für das stetig wachsende Team zu klein, weshalb wir kürzlich in ein größeres Büro direkt an die Elbe gezogen sind. Der stete Blick auf die Elbphilharmonie mahnt uns täglich dazu, besonders gewissenhaft zu planen 😉

Diesen Drive haben wir genutzt und werden in den nächsten Wochen ein neues Release an unsere Kunden verteilen, in dem die unterschiedlichen Module noch stärker verzahnt sind. Die schon jetzt frei konfigurierbaren Dashboards werden um zusätzliche Metriken erweitert. So sind umfangreiche Reportings möglich, in denen beispielsweise die Entwicklung einer Facebook-Seite direkt den Ausgaben über den zugehörigen Ad Account gegenüber gestellt werden – inklusive CPC und Co. Danach erfolgt die Integration zusätzlicher Kanäle im Analytics-Bereich, der Wallmanager bildet dann auch Google Plus ab.

Für das erste Quartal 2015 haben wir noch eine besondere Überraschung in Form eines komplett neuen Moduls parat. Es bleibt spannend.

Dankeschön für das Interview, Michael!

Und natürlich kann man socialBench auch testen

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