Linkfluence Bilderkennung jetzt mit eigener Technik

Linkfluence BilderkennungSchon vor 10 Monaten hatte der französische Social Media Monitoring-Anbieter Linkfluence Bilderkennung ins Tool integriert, damals noch mit dem Partner Ditto. Wie gestern in Düsseldorf bekanntgegeben wurde, wurde in der Zwischenzeit eine eigene leistungsfähige Technologie zur Bilderkennung entwickelt, die Linkfluence in Paris nun erstmals der Öffentlichkeit vorstellen wird. Dabei ist die Entscheidung für eine eigene Technologie nicht nur spannend, sondern auch nachvollziehbar.

Bedeutung & Einsatzfelder Bilderkennung

Im Jahr 2016 wurden alleine bei Instagram vermutlich mehr als 30 Milliarden Bilder verbreitet, wenn man die Anfang 2016 genannten Zahlen hochrechnet. Ob Instagram, Snapchat, Pinterest oder YouToube – visuelle Kommunikationskanäle sind international einsetzbar und funktionieren als wichtigste globale „Sprache“ kultur- und sprachübergreifend im Netz. Wirtschaftsexperten und Marktforschungsinstitute schätzen den Wert der Daten im visuellen Web für das Jahr 2021 auf 38 Milliarden Dollar, wie Linkfluence in der Pressemeldung zusammenfasst.

Dabei sind verschiedene Szenarien denkbar, bei denen Unternehmen Bilderkennung sinnvoll einsetzen können, wie Dr. Volker Meise, COO von Linkfluence Germany erläutert:

Marken können mit unseren Tools die Inhalte von beispielsweise Bildern, Fotos und Logos sowie deren Präsenz an unterschiedlichen Stellen im Netz erkennen. Sie können zudem erfassen, zu welchen Tageszeiten ihre Produkte benutzt werden, sogar Fälschungen erkennen und Markenpiraterie so wirksamer bekämpfen.

Wie Linkfluence Bilderkennung mit eigener Technik realisiert

Die Geschwindigkeit der Datenverarbeitung sei eine der großen Herausforderungen in der Entwicklung gewesen, berichtet Hugo Zanghi, CTO von Linkfluence. „Heute können wir mehr als 100.000 Inhalte in Echtzeit auswerfen.“ Dabei konnten bestehende Forschungsansätze kombiniert werden, wie Zanghi weiter erläutert:

Es war ein Meilenstein für uns, dass wir die mathematischen Ansätze des Deep Learning des französischen Forschers Yan Lecun, heute Direktor des KI-Labors bei Facebook, nutzen konnten. Wir konnten eine einzigartige Verbindung dieses Wissens mit den Open-Data-Technologien großer Forschungseinrichtungen und unserer Expertise in der Verarbeitung von Big Data in Echtzeit schaffen.

Dr. Volker Meise begründet auf MonitoringMatcher-Anfrage die Entscheidung, für die Bilderkennung eine eigene Technologie zu entwickeln:

Die Stärke von Linkfluence ist die extreme Performance gerade bei großen Datenmengen. Die Entwicklung unserer eigenen Technologie für die Bilderkennung trägt dem Rechnung und ermöglicht es uns, nach dem ersten Schritt mit der Logo-Erkennung weitere, sehr spannende Funktionen in nächster Zeit umzusetzen. Social Media wird immer visueller, und wir sind daher in der Pflicht, unseren Kunden auch für Bilder umfassende Auswertungsmöglichkeiten bereitzustellen. Das tun wir, und unsere Kunden werden damit mehr Wissen aus dem Netz ziehen können als je zuvor.

Linkfluence wird die neue Technologie am heutigen Freitag, den 16. Juni 2017 um 10:30 auf der VivaTechnology in Paris in der Hall of Tech am Stand J31 vorstellen.

Fazit zur Linkfluence Bilderkennung

Das Thema Bilderkennung nimmt auch im Bereich Social Media Monitoring immer mehr an Fahrt auf. Denn die visuellen Plattformen wie Instagram und Snapchat werden kontinuierlich immer dominanter und schicken sich an, die eher textlastigen Plattformen wie z.B. Twitter auf die Plätze zu verweisen. Entsprechend wird es gerade für größere Marken wichtiger, auch die rein visuellen Erwähnungen zumindest zu erfassen. Dabei gibt es zum Teil schon eigene Analyse-Lösungen bei einzelnen Tools, manche Anbieter setzen aber auch auf die Integration von Technologie-Anbietern wie z.B. Ditto.

Auf strategischer Ebene ist es dabei auf Dauer gerade für etwas größere Tool-Anbieter der bessere Weg, auf eigene Lösungen zu setzen, denn wer weiß, ob nicht der derzeit angebundene Technologie-Anbieter nicht übermorgen vom Wettbewerber gekauft wird. Und die flexiblen Einsatzmöglichkeiten einer eigenen proprietären Lösung bieten da mittelbar ganz andere Möglichkeiten, auch für Weiterentwicklungen. Andererseits muss so der einzelne Anbieter deutlich mehr Ressourcen aufwenden, um den ständigen Veränderungen am Markt nicht hinterherzuhinken. Insofern werden auch weiterhin nicht alle Anbieter Bilderkennung anbieten können, zumindest nicht auf Basis eigener Entwicklungen. Machen wir uns aber auch nichts vor: Längst nicht für jeden Kunden ist Bilderkennung erforderlich, auch wenn die Möglichkeiten verlockend sind…

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