Instagram Publishing: Zwei Wochen danach

Bisher galt für die populäre Plattform Instagram die eiserne Regel: Inhalte konnten nur über die jeweilige App veröffentlicht werden, sofern dort der Account eingerichtet war. Publishing war so nur sehr umständlich möglich, vor allem zeitgesteuert klappte dies nicht ohne menschliche Unterstützung. Vor zwei Wochen hat Instagram bekanntgegeben, dass der Zugriff nun auch per API möglich sei (siehe auch Allfacebook). Wir haben uns angeschaut: Funktioniert das Instagram Publishing reibungslos? Und wer hat schon umgesetzt?

Wenig überraschend die gute Nachricht vorweg: Es klappt. Und das recht unkompliziert, wie das nachfolgende Beispiel zeigt. Der Workaround mit einer Postvorbereitung und anschließender Push-Benachrichtigung (wie z.B. bei Later) gehört nun also der Vergangenheit an, zumindest wenn man kostenpflichtige Tools nutzt und es sich beim bespielten Instagram-Profil um ein Business-Profil handelt.

Instagram Publishing bei swat.io

Am Beispiel eines vorbereiteten Posts über swat.io – dort wurde die neue Publishing-Funktion Anfang Februar integriert – zeigt sich, dass die Vorbereitung einfach möglich ist. Vor der Veröffentlichung muss nur kurz ein neuer Access Token für das Profil gesetzt werden (“Credentials for Publishing”, siehe auch Hilfe-Seite bei swat.io).

Danach kann dann der neue Post wie gewohnt über den Kalender geplant (und ein Veröffentlichungszeitpunkt angegeben) werden – im Beispiel für einen Post für unseren Instagram-Account @MonitoringMatch:

Vorbereitung des Instagram-Posts per Tool (Screenshot swat.io)

Die Veröffentlichung erfolgt dann zum eingestellten Zeitpunkt. Entsprechend ist dann der Post auch ohne weitere Aktivitäten online.

Nur konsequent: Instagram Publishing international

Ein Blick auf die vor allem international sehr aktiven Tools zeigt, dass nahezu alle direkt zum Start die neue Funktion an Bord hatten (abgesehen von Buffer, die aber ebenfalls mit der Integration beschäftigt sind):

Instagram Publishing in der DACH-Region

Neben der schon erwähnten Umsetzung beim österreichischen swat.io haben auch SocialHub (siehe auch SocialHub-Blog) und Facelift bereits umgesetzt. Das immer häufiger in DACH genutzte Falcon.io unterstützt ebenfalls seit Ende Januar die neue Funktion. Bei Unymira Connect (Anfang des Jahres aus dem Berliner Tool BIG Connect hervorgegangen) ist Instagram Publishing derzeit noch nicht verfügbar. Es würde mich aber sehr wundern, wenn da nicht etwas in der Pipeline wäre. An anderer Stelle ist man in Berlin aber definitiv bereits aktiv. Wie Fanpage Karma-Geschäftsführer Stephan Eyl auf MonitoringMatcher-Anfrage erläutert, ist für „Publish” natürlich auch die Integration von “Instagram Publishing” vorgesehen. Es wird gerade dran gearbeitet und ist bald verfügbar.

Ein erstes Fazit zum Instagram Publishing

Die Puristen werden jetzt befürchten, dass Instagram noch mehr als bisher mit durchgestalteten und per Photoshop optimierten Bildern überflutet werden wird. Denn schließlich können sich jetzt Grafiker und Designer noch besser austoben und die Inhalte dann auf Instagram packen. Andererseits ist das ja auch derzeit schon sehr oft der Fall.

In jedem Fall wird aber eben die Veröffentlichung stark vereinfacht – statt mit einem Smartphone mühsam Texte zu tippen und Bilder zu bearbeiten, können sich die Social Media Teams mehr auf die eigentlichen Inhalte konzentrieren. Auch die vereinfachte Zeitsteuerung bzw. automatische Veröffentlichung von Inhalten wird die Abläufe erleichtern. Denn nun muss nicht mehr jemand die Inhalte “live” bei Instagram veröffentlichen, sondern kann auch mal Veröffentlichungen vorplanen. Dass das je nach Inhalt weiterhin kritisch sein kann, weil man eben nicht weiß, was zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gerade im Web passiert, bleibt ein Punkt, den man noch mehr im Auge behalten sollte als bisher.

Letztendlich überwiegen aber definitiv die Vorteile des neuen Instagram Publishing. Denn gerade in größeren Teams können nun Planung und Veröffentlichung in ein leistungsfähiges Tool integriert werden, statt auf einem oder gar mehreren Smartphones zu arbeiten. Und das war ein längst überfälliges Feature…

.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Newsletter?
Los