Brandwatch veröffentlicht B2B Social Media Report 2016

b2b social media report 2016 Zum vierten Mal hat der Social Media Monitoring-Anbieter Brandwatch über 200 deutsche Unternehmen im Social Web analysiert und wieder zusammen mit Somtypes den B2B Social Media Report 2016 vorgelegt. Erstmals wurden auch verschiedene Trendthemen in Form von Themenlandkarten analysiert. Insgesamt verlagern sich zwar die Erwähnungen weiter vom Nachrichten-Bereich ins Social Web. Andererseits gehen die Erwähnungen in verschiedenen Bereichen zurück (u.a. bei Blogs). Weiterhin setzen sich die größeren Akteure immer deutlicher an die Spitze.

Auch in diesem Jahr lohnt wieder der Blick in den B2B Social Media Report. Neben den interessant visualisierten Themenlandkarten zeigen sich auch spannende Trends – sowohl für einzelne Unternehmen (im Rahmen des B2B Social Media Ranking, Details siehe Report) als auch den B2B-Bereich insgesamt:

Trends im B2B Social Media Report 2016

  • Dominanz der Twitter-Treffer, mit hohem Anteil an Finanz- und Börsennachrichten
  • Fortlaufender Rückgang von Blogs und Foreneinträgen
  • Konzerne etablieren sich an der Spitze, Mittelständler können kaum noch mithalten
  • Steuerungs- und Elektrotechnik, Autozulieferer und Maschinenbau befinden sich auf Social Media-Wachstumskurs, IT und Transport mit zurückgehenden Treffern
  • DAX-Kozerne zum ersten Mal wieder mit wachsenden Newstreffern
b2b social media Report 2016 Social News Treffer 2013-2016

Anteil Nachrichten und Social Media Treffer (2013-2016)

Der Anteil des Social Web an den Erwähnungen der untersuchten Unternehmen ist dabei von 45% im Jahr 2013 auf 62% im Jahr 2016 gestiegen. Und zeigt so ein weiteres Mal den zunehmenden Medienwandel – ebenso wie die sich verändernden Anteile der Medientypen:

b2b social media report 2016_vergleich beitraege 2013-2016

Vergleich Social Media Beiträge (2013-2016)

Wie der Blick auf die letzten vier Jahr zeigt, nehmen vor allem die Treffer bei Twitter stark zu und sorgen so insgesamt für quantitativ weiter steigende Gesamtzahlen. Allerdings sind einige Medientypen schon im Vorjahresvergleich spürbar rückläufig:

Dabei setzt sich der Trend fort, dass die größten Rückgänge bei den typischen Text-Content-Seiten zu verzeichnen sind: Dies betrifft Foren (-33%), Blogs ( -21%)und News (-14%). Im Gegensatz dazu wuchs die Tweet-Anzahl um 232%, ebenso konnten Review-Seiten (+130%) und Facebook (+35%) Zuwächse erzielen.

Nach einem zweiten Teil, bei dem im Report die 212 untersuchten Unternehmen in einem “B2B Social Media Ranking” analysiert wurden, werden im dritten Teil des B2B Social Media Reports wurden dann noch drei B2B-Trends in Form von Themenlandkarten analysiert:

  • Robotik, Automatisierung und Künstliche Intelligenz
  • Maschinenbau
  • Digitalisierung und Zukunft der Arbeit

Die folgende Grafik zeigt den Themenkomplex “Digitalisierung und Zukunft der Arbeit”:

b2b social media report themenlandkarte zukunft der arbeit

B2B-Trend Digitalisierung und Zukunft der Arbeit (Themenlandkarte, erstellt von Somtypes)

Diese Art der Analyse und Visualisierung ist zwar durchaus aufwändig (mehr dazu auch bei Somtypes), bietet aber auch eine gute Basis für tiefergehende Analysen. Und wäre möglicherweise auch ein Thema für einen separaten Artikel.

Kurzfazit B2B Social Media Report 2016

Das Thema Social Media ist gerade im B2B-Umfeld besonders spannend. Denn eigentlich zeigt sich hier das wahre Potenzial des Social Web, da die jeweilige thematische Nische einzelnen Akteuren sehr viel präzisere Analysen und auch Aktivitäten ermöglicht – der Streuverlust ist deutlich niedriger. Allerdings zeigt die Langzeitbetrachtung des B2B Social Media Report (über vier Jahre), dass wichtige Plattformen offenbar an Aktivität einbüßen (u.a. Blogs, Foren). Die Gesamtzahl der Treffer scheint nur noch durch zunehmende Erwähnungen bei Twitter leicht weiterzuwachsen. Wenn man nun die zunehmende Menge automatisiert generierter Inhalte speziell bei Twitter ausblenden würde, dominieren sogar eher Stagnation bzw. Rückgang.

Insgesamt scheint der “Social Buzz”-Kuchen also eher zu schrumpfen. Gekoppelt mit der Beobachtung, dass gerade die großen Unternehmen immer mehr Ressourcen für Inhalte und Aktivitäten aufwenden und entsprechend in aller Regel auch einen größeren Anteil an diesem Kuchen bekommen, scheint die Lücke zu den mittelständischen Akteuren eher noch größer zu werden. Einerseits sicher auch interessantes Wachstumspotenzial, andererseits aber auch beunruhigend, denn die Messlatte rutscht auch im Social Web zunehmend höher…

Der B2B Social Media Report 2016 kann kostenlos bei Brandwatch heruntergeladen werden.

Bildquellen: Brandwatch / SomTypes

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