3 Gründe fürs Katastrophenschutz.Camp

3 Gründe fürs Katastrophenschutz.CampAm 1. und 2. Februar 2019 findet in Münster das erste Katastrophenschutz.Camp statt. Zwei Tage lang treffen sich Spezialisten und Praktiker aus dem Katastrophen- und Bevölkerungsschutz, aus Behörden und Hilfsorganisationen wie dem THW und der Feuerwehr, um sich über das Thema Social Media im Katastrophenschutz auszutauschen. Da darf das Thema Social Media Monitoring natürlich nicht fehlen. Wir unterstützen daher mit dem MonitoringMatcher das Katastrophenschutz.Camp als Medienpartner – und liefern drei gute Gründe, warum sich das Themen-BarCamp auch für Social Media Manager und Community Manager aus anderen Branchen lohnen dürfte.

1. Krisenkommunikation und Monitoring gehören zusammen

Das Thema Social Media in Katastrophen und Krisen beschäftigt mich seit meiner Zeit beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), bei dem ich den Weg ins Social Web realisiert habe. Und auch Stefan hat das Thema mit dem KrisenPRCamp und als Dozent an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) immer wieder begleitet. Denn wer sich mit den Einsatzmöglichkeiten von Social Media Monitoring beschäftigt, kommt um das Thema Krisenkommunikation nicht herum.

Ob Unwetter oder Großbrand – Menschen informieren sich über aktuelle Katastrophen vor allem über Social Media und teilen dort auch, wenn sie selbst davon betroffen sind. Behörden und Einsatzkräfte können soziale Medien deshalb als direkten Kanal in ihrer eigenen Krisenkommunikation einsetzen und nutzen diese Möglichkeit auch zunehmend – und das nicht nur bei Groß-Lagen wie am Breitscheidplatz oder in München. Gleichzeitig können sie Social Media aber auch als Informationsquelle nutzen, indem sie Social-Media-Posts auswerten und daraus Erkenntnisse für das eigene Krisenmanagement gewinnen, wie zum Beispiel das Virtual Operations Support Team des THW.

Krisenkommunikation im Social Web ist aber natürlich auch abseits von Katastrophen und Unglücken ein wichtiges Thema. Praktiker aus dem Katastrophenschutz und Social Media Manager aus anderen Bereichen können dabei viel unter- und voneinander lernen – von erprobten Strukturen eines Krisenstabs über geeignete Prozesse und Tools bis hin zu zielgruppengerechter Kommunikation.

2. Die Kunst des Community Managements

Für eine erfolgreiche Krisenkommunikation müssen Prozesse und der Einsatz verschiedener Tools und Plattformen gut eingespielt sein. Und das funktioniert eben nur, wenn die entsprechenden Kanäle auch im Alltag genutzt werden. Insbesondere die Polizei, aber auch verschiedene Feuerwehren und andere Hilfsorganisationen faszinieren inzwischen viele mit ihren Social-Media-Profilen. „Blaulichtgeschichten“ sind definitiv im Trend. Gleichzeitig zeigen sie, wie wichtig gutes und kontinuierliches Community Management ist, um eigene Kanäle aufzubauen und als glaubwürdige Informationsquelle zu etablieren. Auch hier gibt es sowohl auf Seite der Behörden und Hilfsorganisationen als auch auf Unternehmensseite viel Wissen und Erfahrung. Und vom  Austausch und den Blick auf die jeweils „andere“ Seite können alle nur profitieren – egal, ob es um den Umgang mit Kritikern, Trollen oder Fake News im Netz geht oder um geeignete Engagement-Tools und Best Practices zum Thema Community Management.

3. BarCamp-Format ideal für Austausch und Vernetzung

Gerade das BarCamp-Format ist dabei perfekt für den Austausch geeignet. Es ist ja kein Geheimnis, dass wir von diesem Format überzeugt sind und auch deshalb verschiedene BarCamps organisieren. Denn kein anderes Format ermöglicht einen so intensiven Austausch genau zu den Themen, die die anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer des BarCamps beschäftigen. So bietet ein BarCamp immer einen inhaltlichen Mehrwert und ist außerdem die ideale Möglichkeit, sich zu vernetzen und sich über das BarCamp hinaus mit Gleichgesinnten auszutauschen. Da wird das Katastrophenschutz.Camp ganz sicher keine Ausnahme sein.

Katastrophenschutz im Netz

Als weiteren Einstieg ins Thema haben wir einmal geschaut, wie rund um den Katastrophenschutz im Netz gesprochen wird (Basis: Quick Search von Talkwalker). Wir haben dabei nach deutsch- und englischsprachigen Erwähnungen der gängigen Begriffe (Katastrophenschutz, Bevölkerungsschutz, Zivilschutz etc.) gesucht, aber auch nach verwandten Themen (z. B. Notvorrat und Prepper) und z. B. den Warn-Apps NINA und KATWARN.

Die drei populärsten Hashtags zum Thema Katastrophenschutz auf Twitter

Wir haben knapp 50.000 Treffer im deutschsprachigen Netz für die letzten 13 Monate gefunden. Dabei dominieren die Standard-Begriff rund ums Thema (wobei auch die Warn-Apps häufig erwähnt werden, dazu aber später mehr):

  1. #Bevölkerungsschutz (knapp 3 Tsd. Treffer, etwa ein Sechstel aller Treffer)
  2. #Katastrophenschutz (gut 2 Tsd. Treffer)
  3. #Zivilschutz (gut 1 Tsd. Treffer)

3,2 Millionen Treffer haben wir im englischsprachigen Twitter gefunden – mehr als 75 % der Treffer beschäftigen sich mit dem Thema Prepping. Dementsprechend sehen auch die Top-Hashtags aus:

  1. #preppers (mehr als 170 Tsd.)
  2. #prepper (knapp 150 Tsd.)
  3. #survival (knapp 150 Tsd.)

Regionale Verteilung mit Geolokalisierung

Immerhin etwa 6.000 aller deutschsprachigen Twitter-Treffer können geolokalisiert werden. Das entspricht in etwa 12,5 % aller gefundenen Tweets. 5.000 dieser Treffer sieht man in der nachfolgenden Karte:

Deutschsprachige Erwähnungen mit Geolokalisierung (Medienpartnerschaft Katastrophenschutz.Camp)

 

Nur etwa 10 % aller englischsprachigen Treffer können über eine entsprechende Ortsangabe im Profil oder ein Geotag im Tweet selbst lokalisiert werden. Der Großteil dieser Treffer entfällt auf die USA und Großbritannien, wie ein Blick auf die Weltkarte zeigt:

Englischsprachige Erwähnungen mit Geolokalisierung (Medienpartnerschaft Katastrophenschutz.Camp)

NINA vs. KATWARN

Wenn wir nur nach Erwähnungen der beiden Warn-Apps NINA und KATWARN auf Twitter suchen, zeigt sich, dass insgesamt häufiger über KATWARN gesprochen wird (Treffer in türkis/blau):

KATWARN vs. NINA (Medienpartnerschaft Katastrophenschutz.Camp)

In den letzten 13 Monaten gab es insgesamt etwa 5.700 Erwähnungen von KATWARN (türkis/blau) und knapp 4.000 Erwähnungen von NINA (pink). Insbesondere ein Großbrand in Jüterbog (Brandenburg) hat Anfang August 2018 zu sehr vielen Erwähnungen beider Warn-Apps geführt.

Tickets für das Katastrophenschutz.Camp

An spannenden Themen wird es dem Katastrophenschutz.Camp – organisiert von anerkannten Fachleuten – sicher nicht mangeln. Deshalb freuen wir uns nicht nur, das Katastrophenschutz.Camp als Medienpartner zu unterstützen, sondern auch vor Ort mit Sessions, z. B. zum Thema Monitoring und Community Management, dabei zu sein.

Wer jetzt auch Lust aufs Katastrophenschutz.Camp bekommen hat: Tickets zum Preis von 49,99 € – siehe auch Infos zum Ablauf – gibt es ab heute (8. Oktober 2018) 18 Uhr unter https://katastrophenschutz.camp/. Alle Neuigkeiten gibt es auch über den Twitter-Account (@KatSBarcamp) und das Hashtag #KatSBarcamp.

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Frau Evertz, mit Interesse habe ich Ihren Blogbeitrag gelesen. Wir haben 2013/14 gemeinsam mit der Telekom am Forschungsprojekt BASIGO (http://www.basigo.de/aktuelles/artikel/article/social-media-monitoring-2014.html) gearbeitet und SOME als Quelle berücksichtigt Auch wir haben damals Talkwalker und die geo-tags daraus genutzt. Aus den damaligen Erfahrungen heraus, setzten wir klassische Monitoring Tools immer in Kombination mit einem Werkzeug aus Stuttgart “Scatterblogs” ein. Sie sollten Dr. Thom & Dr. Bosch von Scatterblogs einmal ansprechen und sich diesen Lösungsansatz näher ansehen. Scatterblogs wäre eine Bereicherung für Ihre bevorstehende Veranstaltung in 2019. VG

    • Katja Evertz

      Hallo Herr Schultz,
      danke für Ihren Kommentar. Das Projekt Basigo und auch Scatterblogs sind mir aus meiner Zeit beim BBK bekannt. Vielleicht noch eine kleine Ergänzung: Wir als MonitoringMatcher sind allerdings nicht die Veranstalter des Katastrophenschutz.Camps, sondern unterstützen die Veranstaltung als Medienpartner im Vorfeld bzw. als Teilnehmer vor Ort. 🙂

  2. Liebe Katja, lieber Stefan,
    vielen Dank für diesen wertvollen Artikel! Wir freuen uns sehr, dass Ihr dabei seid und sind gespannt auf Eure Sessions!
    Bis dahin habt eine gute Zeit!
    Viele liebe Grüße!
    Maike Kranaster

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